Leaky Gut und
Leaky Gut Syndrom

 

 

Was ist Leaky Gut? – Einführung

Leaky (engl.) bedeutet „leckend“, „undicht“ oder „löchrig“ und „gut“ Darm. Der Darm „leckt“ – gemeint ist eine erhöhte Darmdurchlässigkeit (Hyperpermeabilität) des Dünndarms.

Die Integrität der Darmbarriere ist für jeden Menschen überlebenswichtig. Einerseits benötigt der Darm die Fähigkeit zur dynamischen Duchlässigkeit, damit der Körper Wasser und Nährstoffe aus der Nahrung durch die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf aufnehmen kann. Andererseits muss die Darmschleimhaut die Barriere für Gefahrenmoleküle, Bakterien und andere Infektionserreger im Darm streng aufrechterhalten – die Darmbarriere ist somit ein überlebenswichtiger Mechanismus und Bestandteil des Immunsystems.

 

So entsteht Leaky Gut bzw. Leaky Gut Syndrom

1. Was ist Leaky Gut Syndrom?

Leaky Gut Syndrom

Das „Leaky-Gut-Syndrom“ beschreibt ein Konzept, wonach die erhöhte Darmdurchlässigkeit eine eigenständige Erkrankung ist, also die zugrunde liegende Ursache und nicht nur ein Symptom bei einer Darmerkrankung. Durch die erhöhte Permeabilität (Durchlässigkeit) des Zellzwischenraums des Darms, den Tight Junctions, können schädliche Stoffe (Toxine), Nahrungsbestandteile oder Krankheitserreger aus dem Magen Darm Trakt ins Blut und Gewebe gelangen.

Das Immusystem wird durch den vermehrten Kontakt zu „Darminhalten“ in Daueralarmbereitschaft versetzt. Die zelluläre Abwehr setzt Kampfstoffe frei und löst Entzündungen aus, welche wiederum den Darm und das Gewebe schädigen können. Durch das Leaky Gut Syndrom wird daher nicht nur das Immunsystem geschwächt, sondern der Körper muss zusätzlich mit Toxinen zurechtkommen. Auch die Aufnahme von Mikronährstoffen in den Blutkreislauf und die Enzymbildung (z.B. für Histaminabbau) kann gestört werden.

Chronifiziert kann sich die Störung der Barrierefunktion des Dünndarms in anhaltendem fehlenden Wohlbefinden und Folgeerkrankungen äußern, wie verschiedene chronisch-entzündliche Beschwerden und Autoimmunerkrankungen.[1,2,3,4]

 

Ist das Leaky Gut Syndrom wissenschaftlich bewiesen?

Dieses Konzept hat eine gewisse Anziehungskraft als Erklärungsmodell für verschiedene Erkrankungen, die noch nicht erklärt werden können. Es ist bewiesen, dass der Zustand der intestinalen Permeabilität oder eines „undichten Darms“ real ist. Ein Leaky Gut Syndrom tritt insbesondere bei bestimmten chronischen Magen-Darm-Krankheiten und Autoimmerkrankungen auf. Es ist jedoch unklar, ob es sich beim Leaky Gut Syndrom um eine eigenständige Krankheit handelt oder ob es andere Krankheiten verursacht. Daher handelt sich beim Leaky Gut Syndrom derzeit nicht um eine anerkannte medizinische Diagnose.

 

Welche Symptome sind Anzeichen für Leaky Gut (Syndrom)?

Das Leaky Gut Syndrom fördert wahrscheinlich weitgefächerte Symptome und Erkrankungen. Die Kombination aus überlastetem Immunsystem durch Stoffe, die ungehindert die Barrierefunktion des Darms passieren, können chronische Entzündungsprozesse verursachen und führen vermutlich ohne Therapie zu Darmerkrankungen.[4,5,6]

Symptome des Leaky Gut Syndroms können sein:

  • Reizdarm (Blähungen, Durchfall, Verstopfung)
  • chronische Gelenkschmerzen
  • chronische Muskelschmerzen
  • schwaches Immunsystem
  • häufige Blasen- oder Vaginalinfekte
  • Allergien & Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Akne, Ekzeme
  • Migräne
  • sinkende Leistungsfähigkeit, Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen, Depression, Nervosität
Gestörte Darmbarriere (Leaky Gut) und moegliche Symptome

Darm, Entzündung & Leaky Gut Syndrom

Diverse Studien belegen, dass die Schädigung der Darmbarriere durch das Leaky Gut Syndrom an der Entstehung von chronisch-entzündlichen Prozessen im Körper beteiligt ist. Bei entsprechender Veranlagung werden Weichen für Autoimmunkrankheiten gestellt. Typische chronisch-entzündliche Erkrankungen, die oft mit einer dauerhaften Schädigung der Schutzbarriere (Leaky Gut Syndrom) auftreten:

  • Rheuma
  • chronische Schilddrüsenentzündungen wie Hashimoto Thyreoiditis
  • Autoimmunerkrankungen der Haut wie Lupus erythematodes oder Psoriasis
  • Multiple Sklerose
  • Sarkoidose
  • Morbus Bechterew
  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa

Auch Menschen, denen bereits eine psychische Therapie nahegelegt wurde oder Patienten mit tatsächlichen psychiatrischen Erkrankungen, Depression oder Autismus, können von einer Schädigung der Darmbarriere mit einer belastenden, dauerhaften Entzündungslage betroffen sein.[1,3,4,5,6]

 

Leaky Gut Syndrom – Historie

Studien zeigen, dass Leaky Gut mit vielen Erkrankungen Hand in Hand geht und die Gesundheit ganzheitlich beeinträchtigen kann:

    • Mitte der 1980-Jahre hat erstmals ein Forscherteam auf ein Leaky Gut Syndrom und den Zusammenhang mit Morbus Bechterew sowie Rheuma (Journal of Rheumatology) aufmerksam gemacht. Die Erkrankung konnte mit einer signifikant höheren Permeabilität der Darmwand in Zusammenhang gebracht werden.
    • In den 1990-Jahren wurden Verbindungen zwischen dem Darm und Psoriasis, einer immunologisch bedingten Hauterkrankung, offenbar.
    • Ab der Jahrtausendwende untersuchten Wissenschaftler die Kausalität von Neurodermitis, dem Reizdarmsyndrom, Diabetes Typ I, dem chronischen Müdigkeitssyndrom, Depression, Zöliakie u.a. Autoimmunerkrankungen, Multipler Sklerose, Herzkrankheiten, Migräne, Autismus und Parkinson.[1]
    • Bei Neurodermitis ließ sich 2004 die erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für Toxine durch die Gabe von Probiotika deutlich verringern. Gleichzeitig nahmen Ekzeme deutlich ab.
    • Wissenschaftler des Nottingham University Hospital fanden 2006 in einer Untersuchung heraus, dass das Leaky Gut Syndrom bei Reizdarm ausnahmslos vorhanden ist.
    • Belgische Forscher erkannten 2007, dass immunologische Störungen beim chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) nahezu ausnahmslos auf das Leaky Gut Syndrom zurückzuführen sind.
    • Finnland 2008: Kinder mit Diabetes Typ I zeigten eine außergewöhnlich hohe Durchlässigkeit der Darmwand und Anfälligkeit fürs Leaky Gut Syndrom.
    • 2009 bewies die University of Maryland School of Medicine (USA), dass ein Leaky Gut nicht nur bei Diabetes Typ I, sondern auch bei Zöliakie einen Schlüsselfaktor darstellt.

     

    • Wissenschaftlern der schwedischen Universität Lund gelang 2014 der Nachweis, dass das Risiko für Multiple Sklerose sich durch eine Darmsanierung mit Präbiotika wesentlich reduzieren lässt.
    • Publikation im European Heart Journal 2004 über Zusammenhänge zwischen Leaky Gut und Herzkrankheiten: Die Belastung des Blutkreislaufs durch toxische Stoffe trägt maßgeblich zur Entstehung chronischer Herzinsuffizienz und Arteriosklerose bei.
    • Das Journal Frontiers in Neurology klärte 2014 über den Zusammenhang zwischen der Gesundheit des Darms und Migräne auf. Migränepatienten leiden häufiger am Reizdarm-Syndrom, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder Zöliakie.
    • Niederländische Forscher zeigten, dass autistische Kinder häufig an gastrointestinalen Beschwerden leiden – bedingt durch das Leaky Gut Syndrom. Mit der Erholung der Darmgesundheit verbesserten sich autistische Symptome.
    • Die Entstehung von Parkinson beginnt vermutlich im Darm erklärten 2015 die Wissenschaftler Bonaz / Mulak. Das Leaky Gut Syndrom sorge für eine Überstimulation des Immunsystems. Systemische Entzündungen entstehen und im Darm erfolgt die Aktivierung von Nervenzellen. Dies führt zu den Parkinson-typischen Ablagerungen aus Alpha-Synuclein.[1]

    Ärzte und Therapeuten beziehen mittlerweile Ursachen, wie die Störung der Darmbarriere und die Gesundheit des Darms in ihr Therapiekonzept ein und nutzen hierfür zuverlässige Untersuchungen und Labortests.

    2. Leaky Gut Syndrom – Ursachen

    Zahlreiche Umstände sind bekannt, welche die Entstehung des Leaky Gut Syndroms und einer Erkrankung begünstigen können:
    • Stress
    • unvorteilhafte Ernährung
    • Alkohol
    • Medikamente
    • Pilzinfektionen
    • Nährstoffabsorptionsstörungen
    • Allergien
    • Reizdarmsyndrom
    • Lebensmittelunverträglichkeiten
    • chronische Darmentzündungen[3,5,6,7,8]

     

    Darm-Immunsystem und Einfluesse

    Stress & Leaky Gut

    Anhaltener Stress beeinflusst die Qualität der Darmflora und gilt als gewichtiger Faktor. Denn die Diversität der Darmbakterien wird durch Stresshormone reduziert. Vor allem die Anzahl an Bifidobakterien und Lactobazillen im Darm sinkt.

    Durch die geringere Anzahl der Lactobazillen verändert sich der pH-Wert im Darm zugunsten schädlicher Krankheitserreger. Auch die Zahl der Tryptophan-bildenden Bakterien verringert sich. Sie produzieren die Vorstufe von Serotonin, welches der Stressreduktion dient. Der Stresspegel steigt somit in doppelter Hinsicht.

    Stress setzt Hormone frei, die an der Ausschüttung von Cortisol sowie anderen Stoffen der Nebennierenrinde beteiligt sind. Durch chronischen Stress ermüdet die Nebenniere. Aufgrund der fehlenden, entzündungshemmenden Wirkung werden Entzündung im Darm und das Leaky Gut Syndrom begünstigt.

    Als Folge können sich Krankheitserreger im Darm exponentiell vermehren und die guten Darmbakterien verdrängen.[9,10,11,12]

     

    Ernährung & Leaky Gut

    Nicht selten beinhaltet die Ernährung von Leaky Gut Patienten ein Übermaß an Kohlenhydraten und Zucker – diese fördern Entzündungsvorgänge im Darm und sollten daher maßvoll konsumiert werden, um Schädigungen der Darmschleimhaut sowie dem Leaky Gut Syndrom vorzubeugen.[13,14]

    Wichtig bei Leaky Gut und unverzichtbar für den Darm ist der Konsum der richtigen Fette. Hochwertige pflanzliche Fette enthalten die essentiellen Omega3 und -6 Fettsäuren. Wurst, Käse oder raffinierte Pflanzenöle können dagegen Darmprobleme und andere Erkrankungen fördern.[13,14]

    Vitalstoffmangel & Leaky Gut

    Vitalstoffmangel ist zugleich Ursache und Folge des Leaky Gut Syndroms. Es kommt zu einer Flüssigkeitseinlagerung in den Darmschleimhäuten, welche zu einer Schwellung selbiger führt. Der Transportweg von Stoffen wird verlängert und die Passage durch die Darmwand in den Blutkreislauf erschwert.

    Häufig betroffene Mikronährstoffe:

    • B-Vitamine
    • Vitamin C
    • Folsäure
    • Zink
    • Mangan
    • Selen[14,15]

    Medikamente & Leaky Gut Syndrom

    In einer Studie untersuchten Forscher des EMBL den Effekt von mehr als 1000 unterschiedlichen Arzneimitteln auf 38 Bakterienkulturen des Darms. Ergebnis: Ein Viertel aller getesteten nicht-antibiotischen Medikamente hemmte das Wachstum mindestens einer Bakterienart.

    Darmentzündungen, verursacht durch Pilze, Parasiten, Bakterien oder Viren, stören das empfindliche Milieu des Darms. Medikamente töten zwar die Verursacher von Entzündungen, aber können auch die gesunde Darmmikrobita und die Schleimhaut schädigen.[15,16]

     

    Leaky Gut Syndrom durch Infektionen des Verdauungsapparates

    Infekte im Magen Darm Trakt – bedingt durch Bakterien, Pilze, Parasiten oder Viren – können die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und zum Leaky Gut führen. Darmparasiten geben z.B. Giftstoffe in den Darm ab, welche sich schädigend auf die „Tight junctions“ zwischen den Darmschleimhautzellen auswirken können.[18]

     

    Leaky Gut Katalysator Alkohol

    Forscher fanden heraus, dass Alkohol nicht nur die Leber schädigt, sondern sich zudem auf den keimtötenden Effekt guter Bakterien und Zellen auswirkt, die Darmbarriere angreift und somit durch die undichten Tight Junction eine höhere Durchlässigkeit und Entzündungsvorgänge fördert.[13]

     

    Candida & Leaky Gut

    Candida albicans ist ein Hefepilz, der natürlich im Darm angesiedelt ist. Bei übermäßiger Ausbreitung kann er zu Entzündungen der Schleimhaut der Darmwand führen.[17]

    Lebensmittelunverträglichkeiten & Leaky Gut

    Die regelmäßige Belastung des Darms durch Lebensmittel kann die Entstehung von Leaky Gut begünstigen. Nahrungsmittelunverträglichkeiten lassen sich oft nicht zuordnen, da diffuse Beschwerden zeitversetzt auftreten können. Patienten genießen etwa ein Essen im Lieblingsrestaurant und leiden einen Tag später unter einem Reizdarmsyndrom oder Kopfschmerzen – der Auslöser ist meist nicht mehr zuzuordnen.

    Hegen Sie einen Verdacht, können Sie dieses Lebensmittel durch eine vier- bis sechswöchige Ausschlussdiät pausieren. Bemerken Sie eine Besserung, essen Sie das Lebensmittel wieder. Kehren die Anzeichen zurück, deutet dies auf eine verzögerte Lebensmittelallergie hin, welche häufig bei Leaky Gut vorkommt.[14]

    Diese Methode ist jedoch aufwendig und unpraktisch. Der Alcat Test ermöglicht, im Blut rund 500 Einzelstoffe auf eine Entzündungsreaktion (Unverträglichkeit) zu untersuchen.

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    3. Aufbau der Darmbarriere

    Das Leaky Gut Syndrom bezieht sich auf den Dünndarm, einen Teil vom Magen Darm Trakt, der unmittelbar am Magenausgang anschliesst. Eine umhüllende Schleimschicht schützt die Schleimhäute der Darmwand. Die Innenseite der Darmwand ist in Falten gelegt und besitzt dadurch eine große Oberfläche. Hier wird die Nahrung durch Enzyme in ihre einzelnen Bestandteile gespalten.

    Das Darmsekret und die Gallenflüssigkeit unterstützen den Verdauungsprozess. Die Dünndarmwand nimmt vor allem Salze und Nährstoffe der Lebensmittel auf, um sie über das Blut zu den Organen zu transportieren. Die Zellen des Darms schütten Hormone aus, welche die Herstellung von Verdauungssäften und das Sättigungsgefühl steuern. [19,20]

    Darmentzündung, Darmabschnitte, Darm Immunsystem

    Eine Schleimhautklappe zwischen Dünn- zum Dickdarm soll verhindern, dass Bakterien aus dem Dickdarm übersiedeln. Ist die Funktion der Klappe gestört, können sich die Dickdarmbewohner im Dünndarm ausbreiten, und wichtige Nährstoffe „auffressen“ (Dünndarm-Fehlbesiedlung). Eine gesunde Darmbarriere lässt nur Wasser und notwendige Nährstoffe in den Blutkreislauf passieren und scheidet alles andere mit dem Stuhl aus. [19,20]. 

    Ein Forscherteam fand heraus, dass gesunde Bakterien die Schleimproduktion positiv beeinflussen können. Dies ist eine wichtige Erkenntnis für die Behandlung von Patienten mit Leaky Gut Syndrom, welche oftmals an einer gestörten Darmflora leiden.[21]

     

    Welche Symptome weisen auf eine gestörte Darmflora hin?

    Bei gestörter Darmflora ist die zeitnahe Therapie wichtig, um die Entstehung systemischer Entzündungsvorgänge zu vermeiden. Diese betreffen den gesamten Körper und können die Immunabwehr maßgeblich schwächen.

    Folgende Symptome können auf ein Ungleichgewicht der Darmflora hindeuten:

    • Verdauungsbeschwerden (Verstopfung, Blähungen oder Durchfall)
    • Reizdarm
    • Lebensmittel Allergien und Unverträglichkeit
    • rheumatische Krankheiten
    • psychische Krankheiten
    • Hauterkrankungen
    • Pilzinfektionen
    • anhaltende Müdigkeit [13,22]

    Einen Reizdarm behandeln hat oberste Priorität. Geeignete Therapien können ein Leaky Gut Syndrom verhindern.

     

    Gestoerte Barriere Duenndarm (Leaky Gut)

    Was ist die Darmflora?

    Die Gesamtheit der im Darm angesiedelten Mikroorganismen wird als Mikrobiom (Darmflora) bezeichnet. Der Begriff ist der früheren Annahme geschuldet, dass diese Zellen dem Pflanzenreich (Flora) zuzuordnen seien.

    Der Darm wird von mindestens 1000 unterschiedlichen Bakterienarten besiedelt. Ihre Anzahl beläuft sich auf etwa 10 Billionen und auf ein Gesamtgewicht von rund 1 ½ Kilogramm.[20,21,22]

    Arten von Darmbakterien

    Grob werden drei Bakterienarten im Darm unterschieden:

    • Enterotyp I: Die Arten der Gattung Bacteroides: Spaltung Kohlenhydrate; Beteiligung an der Produktion von Riboflavin, Pantothensäure und Biotin.
    • Enterotyp II: Diese Art enthält vor allem Bakterien der Gattung Prevotella: Abbau Zucker-Eiweiß-Komplexe; Beteiligung an der Produktion von Folsäure und Vitamin B1.
    • Enterotyp III: Dieser Typ besteht vornehmlich aus Ruminococcus-Bakterien: Verdauung von Eiweißen und Zucker.[23]

    Welche Funktion hat die Darmflora?

    Die Darmflora besitzt mehrere zentrale Aufgaben.

    • Darmbakterien sind wichtig für die Verdauung. Sie wandeln die unverdaulichen Ballaststoffe der Nahrung in kurzkettige Fettsäuren um. Diese Stoffe decken einen wesentlichen Anteil des Energiebedarfs der Darmschleimhaut im Dickdarm. Zudem fördern sie die Darmmuskulatur und wirken sich so positiv auf Darmbeschwerden aus.
    • Manche Bakterien neutralisieren Giftstoffe (Toxine)
    • Einige Vitamine werden von der Darmflora selbst produziert; z.B. Vitamin K, Vitamin B12 oder Folsäure.
    • Der Darm und die Darmflora sind ein zentraler Bestandteil der Immunabwehr. Die Bakterien trainieren das Darm-assoziierte Immunsystem und die Zellen des Immunsystems. Die an der Darmschleimhaut angesiedelten guten Bakterien verhindern die Durchlässigkeit der Schleimhäute für krankmachende Keime, welche Entzündungen begünstigen können.[13,19,20,22]

     

    Welche Probleme können durch eine unausgewogene Darmflora entstehen?

    Die Schleimhautklappe vom Dünn- zum Dickdarm soll verhindern, dass sich ungewollt Bakterien aus dem Dickdarm im Dünndarm ansiedeln und wichtige Nährstoffe „fressen“(Dünndarm-Fehlbesiedlung). Steigt die Dichte an Bakterien im Dünndarm an, kann z.B. ein Vitamin-B12-Mangel entstehen mit Blutarmut zur Folge.

    Die Einnahme von Antibiotika oder Medikamenten gegen Sodbrennen kann ebenfalls die Zusammensetzung des Darmmikrobioms stören. Einzelne Bakterienarten werden in ihrem Wachstum gehemmt oder gefördert – was eine Störung des Gleichgewichts verursacht. Symptome reichen von leichten Durchfällen bis hin zu schweren Darmentzündungen.

    Arzneien können auch die lebenswichtigen Bacteroides- und Bifidus-Darmbakterien schädigen. Sie werden für die Produktion von Vitamin K für die Blutgerinnung benötigt.[13,19,20,22]

     

    Welche Ernährung stärkt die Darmflora?

    Darmbakterien lieben Ballaststoffe. Diese unverdaulichen Stoffe dienen der Darmflora als Nahrung und regen die Darmbewegung natürlich an. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind etwa Leinsamen, Flohsamenschalen, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.

    Durch eine anti-entzündliche, getestete Lebensmittelwahl (z.B. Alcat Test) mit hohem Gemüse- und Obstanteil unterstützen Sie Ihre Darmgesundheit und steuern der Entstehung eines Leaky Gut Syndroms entgegen. Alkohol, transfettige Fertiggerichte, Zucker und viele Genussmittel beeinträchtigen dagegen die Verdauung. Meiden Sie industriell verarbeitete Lebensmittel und künstliche Stoffe. Setzen Sie stattdessen auf natürliche, frische Kost.[13,19,20,22]

     

    4. Diagnose von Leaky Gut

    Im Folgenden stellen wir Ihnen einige gängige Methoden vor, die Marker im Blut, Urin oder Stuhl zum Nachweis von Leaky Gut heranziehen

    Fehlbesiedlung Dünndarm & Dysbalance

    • Atemgastest (Verdaungesbeschwerden durch bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms, engl.: SIBO/IMO)[33]
    • Verdauungsrückstände, z.B. Fettsäuren, Gallensäure testen
    • Tests auf Intoleranzen: Stoffwechselbedingte Intoleranzen gegen Nahrungsbestandteile können die Entwicklung eines Leaky Gut Syndroms begünstigen. Die häufigsten Intoleranzen betreffen Fruktose, Gluten, Laktose und Histamin.[27,28]

    Schleimhautabwehr

    Sekretorische Immunglobuline A (sIgA) geben Aufschluss über den Zustand der Darmschleimhaut und das Immunsystem. Die Belastung durch Erreger führt zu einem erhöhten IgA Spiegel. Bei länger bestehendem Leaky Gut entsteht ein Defizit.[27,28]

     

    Darmbarriere testen

    Lactulose-Mannitol-Test

    Beim Lactulose-Mannitol-Test handelt es sich um eine bewährte Diagnose von Leaky Gut zur Bestimmung der Durchlässigkeit der Darmwand.

    Dabei werden zwei wasserlösliche Zucker gemessen. Mannitol überwindet die Darmbarriere über Epithelzellen; Lactulose nutzt die Zwischenräume zwischen den Darmzellen, welche im gesunden Zustand durch die Tight Junctions geschützt sind. Bei Leaky Gut steigt die Aufnahme von Lactulose zulasten von Mannitol, was anhand des Lactulose-Mannitol-Quotienten nachweisbar ist.[24,26,27,28]

     

    Zonulin Test (Stuhl/Blutserum)

    Zonulin ist ein Protein, das die Durchlässigkeit von Tight Junctions zwischen Zellen der Wand des Verdauungstrakts erhöht. Zonulin wird auf Befehl spezieller Bakterien freigesetzt und gilt als Hinweis auf Leaky Gut. Zonulin wurde im Jahr 2000 von Alessio Fasano (Havard University) entdeckt.

    Nachteil der Leaky Gut Diagnose mit Zonulin: Bei weitem Fortschritt der Darmentzündung mit stark geschädigtem Darmepithel steigt Zonulin weniger stark an als üblich. Zonulin kann auch im Stuhl untersucht werden. Dies ist jedoch weniger zuverlässig.[25,26,27,28]

     

    Entzündungsmarker

    Entzündungsmediatoren der zellulären Abwehr geben Hinweis auf eine Granulozyten-Migration (Einwanderung weißer Blutzellen) in den Darm und das Ausmaß eines Entzündungsprozesses.[27,28]

    Neutrophile Elastase (Bluttest)

    Neutrophile Granulozyten gehören zur zellulären Verteidigungslinie des Immunsystems gegen verschiedenste Gefahrenmoleküle, Krankheitserreger etc und nutzen ein weitreichendes Abwehrarsenal, u.a. das Enzym neutrophile Elastase (NE). Hohe Werte NE, die durch entzündliche Abwehrreaktionen freigesetzt werden, stehen im Zusammenhang mit Leaky Gut. [34,35,36,37,38]

    EPX (Bluttest)

    Im lockeren Gewebe unterhalb der Epithelschicht sitzen eosinophile Granulozyten. Sie bekämpfen Erreger mithilfe toxischer Proteine; darunter EPX (Eosinophil Protein X). Beim Leaky Gut werden große Mengen EPX freigesetzt.[39,40,41,42]

     

    Entzuendungen - Lebensmittelreaktionen, Unvertraeglichkeiten testen

    5. Prävention und Behandlung von Leaky Gut

    Wie lange dauert die Darmregeneration?

    Voraussetzungen für die Darmregeneration ist die Identifizierung von Stressfaktoren und Entzündungsprozessen. Die Vermeidung wiederkehrender Darmentzündungen und Leaky Gut Syndrom ist essentiell, damit Ihre Maßnahmen nicht im Sande verlaufen. Je nach Ausprägung des Leaky Guts dauert eine Darmregeneration ein bis drei Monate. [13,21,22]

    Die Prävention und Behandlung steht auf drei Säulen und basiert auf einer Ernährungsumstellung:

    • MEIDEN: Entzündungen vorbeugen und hemmen
    • SANIEREN: Darmschleimhaut reparieren uns aufbauen
    • AUSBALANCIEREN: Darmflora regenerieren und Gleichgewicht wiederherstellen

     

    Entzündung MEIDEN

    MEIDEN Sie entzündungsfördernde Lebensmittel, Speisen und Getränke, isolierte Kohlenhydrate ohne Eiweiß und Fett, verarbeitete Lebensmittel mit Farb-, Zusatz-, künstliche Süßstoffe etc. Essen Sie frische, unverarbeitete Lebensmittel. Stellen Sie sicher, dass keine Candida-Überwucherung oder parasitäre Belastung besteht.

    Tipp: Testen Sie z.B. mit dem Alcat Test, ob Sie Lebensmittel nicht vertragen – Gluten, Eier, Hefe, Milchsorten, verschiedene Zucker und Zusatzstoffe sind schon im Basistest enthalten.

    Das Abklingen der Entzündungsprozesse trägt zur Regeneration der Schleimhäute und Schutzbarriere bei.  

     

    Darmschleimhaut SANIEREN

    Jede Darmflora und jedes Immunsystem ist einzigartig. Deshalb ist die Ernährungsumstellung unter Berücksichtigung der wegzulassenden oder zusätzlich unterstützenden Nährstoffe zum „Reparieren“ der Darmschleimhaut individuell.

    Erhöhen Sie den Konsum von Gemüse und frischem Obst. Legen Sie Wert auf ausgewogene, vielseitige, unverarbeitete Lebensmittel. Nutzen Sie vielseitige Gewürze und pflanzliche kaltgepresste Öle (Omega 3). Kochen und Backen Sie selbst.

    Kauen Sie gründlich. Entspannen Sie sich bei den Mahlzeiten. Achten Sie auf den Wasserkonsum.[13,21,22,29]

    Darmflora REBALANCIEREN –  regenerieren und aufbauen

    Ihre Ernährungsumstellung basiert auf regenerierenden und aufbauenden Einflüssen bei gleichzeitiger Reduzierung von schädigendem „Zellstress“. Integrieren Sie die Psyche: Tauschen Sie bewusst eine „schlechte“ Gewohnheit gegen eine „gute“. So vermeiden Sie Willenskämpfe. Letztendlich soll eine Umstellung langfristig Spaß machen. 

    Tipps & Hausmittel zur Stressreduzierung bei Leaky Gut

    Sport und Fitness sind ein effizientes Mittel zur Stressreduzierung bei Leaky Gut. Die Bewegung reguliert die Ausschüttung von Stresshormonen und unterstützt den Stoffwechsel.

    Als ebenso wirkungsvoll hat sich Meditation erwiesen. Bereits zehn Minuten pro Tag genügen, um neue Kraft zu tanken und stressbezogenen Leaky Gut vorzubeugen.

    Legen Sie zwischendurch eine Pause vom Alltag ein. Füllen Sie diese bewusst mit Ihren Lieblingsbeschäftigungen, z.B. einer Massage, einer Fahrradtour oder einem Spaziergang mit gesundem Picknick in der Natur. Meiden Sie ungesunde Ernährung, um stressresistenter zu werden.[13,21,22,29,30]

     

    Welche Mikronährstoffe regenerieren die Darmschleimhaut?

    Spezielle Nährstoffe und Probiotika können die Darmschleimhaut unterstützen, um dem Leaky Gut Syndrom vorzubeugen.

    • Präbiotika fördern gute Darmbakterien und eine intakte Darmbarriere.
    • Glutamin und Ballaststoffe versorgen Darmzellen (Tight Junctions) mit Energie und erhöhen die Produktion abdichtender Eiweiße.
    • Eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr reguliert Entzündungsbotenstoffe und wirkt Entzündungsprozessen der Darmschleimhaut entgegen. In Studien zeigte sich die Ausprägung von Entzündungen bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel schwerwiegender.
    • Aus Omega-3-Fettsäuren stellt der Körper entzündungshemmende Botenstoffe her. Sie sind in Algen sowie Fisch enthalten und mildern Entzündungsprozesse im Darm.
    • Das Spurenelement Zink hilft bei der Regeneration der Darmschleimhaut.
    • Einige sekundäre Pflanzenstoffe wie Queratin, Curcumin und Rutin können beim Leaky Gut helfen. Sie beeinflussen die Zusammensetzung der Darmflora positiv.[7,14,15,16,29]
    Cell Science - Lebensmittel Unvertraeglichkeit und Mikronaehrstoffe testen

    Tipp: Mit dem Alcat Test identifizieren Sie nicht nur, welche Lebensmittel entzündungsfördernd sind, sondern erhalten eine Liste mit „empfohlenden Lebensmitteln“. Sie können mit einem weiteren Labortest intrazelluläre Nährstoffdefizite identifizieren und wissen dann genau, welche Nährstoffe Ihrem Körper in der Regenerierungsphase nutzen. 

    → Informationen zur zellbasierten Mikronährstoffanalyse

     

    Persönliche Laborwerte für Ernährungumstellung & Darmregeneration

    Cell Science Systems, Alcat Labor

    Der Alcat Test für Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist ein wichtiges Instrument zur Prävention und Identifikation von Nahrungsmitteln, die Entzündungen im Darm auslösen können. Die Methode basiert auf der Aktivierung von Immunzellen in Ihrer Blutprobe durch Lebensmittel, Additive, Medikamente, Stoffe in Nahrungsergänzungsmitteln u.v.m.. Da eine durch zelluläre Direktabwehr auftretende Entzündung oft latent verläuft, ist sie schwerer nachweisbar als eine Lebensmittelallergie des Soforttyps.

    Im Ruhezustand besitzen neutrophile Granulozyten eine abgeflachte Form. Während sie gefährliche Substanzen und Erreger fressen, schwellen sie an. Dieser Vorgang wird als Granulation bezeichnet. Bei einer starken Reaktion können Granulozyten infolge des starken Anschwellens aufplatzen. Dann werden zelleigene Entzündungsstoffe (toxische Enzyme), u.a. die neutrophile Elastase und EPX, freigesetzt. Eine ungewollte Daueraktivierung kann mit Leaky Gut und vielfältigen Erkrankungen in Zusammenhang stehen.

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    Der Alcat Test beinhaltet eine genaue Interpretation der Testergebnisse und nimmt eine klare Abgrenzung zwischen Allergie, Intoleranz sowie Unverträglichkeit vor. Zudem umfasst er die Erstellung eines personalisierten Profils mit Ernährungsempfehlungen und integriert Fragen der Lebensführung (essen gehen, Urlaub, Feiern, Genussmittelkonsum, Stressreduzierung).

    So können Sie unterschwellige, andauernde Entzündungsprozesse beheben und die Entwicklung chronischer Erkrankungen und Leaky Gut verhindern.

    Informationen zum Alcat Test und Mikronährstoffanalyse

    Englische Version dieses Artikels: Leaky Gut Syndrome

     

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    Literaturverzeichnis

    [1] https://www.infomedizin.de/krankheiten/leaky-gut-syndrom/

    [2] https://www.health.harvard.edu/blog/leaky-gut-what-is-it-and-what-does-it-mean-for-you-2017092212451

    [3] https://www.endoskopiezentrum-starnberg.de/informationen/leaky-gut-syndrom/

    [4] https://www.mdr.de/ratgeber/gesundheit/schmerzen-darm-blaehungen-100.html

    [5] https://allgemeinarzt.digital/medizin/magen-darm/leaky-gut-eine-haeufig-verkannte-diagnose-2099588

    [6] https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/magen-darm-erkrankungen/leaky-gut-uebersicht/leaky-gut-syndrom

    [7] https://www.fitbook.de/news/leaky-gut-ursachen-symptome-ernaehrung

    [8] https://www.paracelsus.de/magazin/ausgabe/202004/leaky-gut-syndrom

    [9] https://doctordoni.com/2020/01/leaky-gut-and-stress/

    [10] PC Konturek, et al. Stress and the gut: pathophysiology, clinical consequences, diagnostic approach and treatment options. J Physiol Pharmacol. 2011 Dec;62(6):591-9

    [11] A Nazli, et al. Epithelia under metabolic stress perceive commensal bacteria as a threat. Am J Pathol. 2004 Mar;164(3):947-57.

    [12] MT Bailey, et al. Exposure to a social stressor alters the structure of the intestinal microbiota: Implications for stressor-induced immunomodulation. Brain, Behavior, and Immunity. March 2011. 25; 3:  397-407.

    [13] AM O’Hara, et al. The gut flora as a forgotten organ. EMBO Rep. 2006 Jul;7(7):688-93.

    [14] https://www.digestio.de/de/essen-und-trinken/ernahrung/ernaehrung-bei-leaky-gut-syndrom

    [15] https://www.vitamindoctor.com/gesund-werden/verdauungdarm/leaky-gut-syndrom

    [16] https://www.ernaehrungsmedizin.blog/2018/03/20/hunderte-medikamente-schaedigen-darmbakterien/

    [17] https://bodyecology.com/articles/how-candida-overgrowth-leads-to-leaky-gut/

    [18] https://transmedcomms.biomedcentral.com/articles/10.1186/s41231-021-00091-4

    [19] Schwegler JS. Lucius R. Der Mensch, Anatomie und Physiologie. Thieme. 2021

    [20] Speckmann E-J. Wittkowski W. Handbuch Anatomie. H.F.Ullmann. 2015

    [21] https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/darmflora-foerdert-schuetzenden-schleim/

    [22] https://innovall.de/ratgeber/darm/darmflora-aufbau/

    [23] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-172011/drei-typen-von-bakterien-besiedlung/

    [24] https://www.andrino.de/leaky-gut-effektiv-testen/#der-altbewahrte-lactulose-mannitol-test

    [25] https://arktisbiopharma.de/leaky-gut-diagnose-mittels-stuhl-oder-blut/#:~:text=Zonulin%2DUntersuchung%3A%20Alternativ%20kann%20auch,durch%20den%20Leaky%20Gut%20bestehen

    [26] https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Multi-Intoleranzen,multiintoleranzen100.html#:~:text=Diagnose%20durch%20Atemtests,der%20eingenommene%20Zucker%20unterscheidet%20sich.

    [27] https://docplayer.org/22175455-Zur-diagnostik-bei-erkrankungen-aus-dem-allergischen-formenkreis-und-leaky-gut-intestinalen-permeabilitaetsstoerungen.html
    [28] https://www.mikrooek.de/labordiagnostik/fuer-aerzte-und-therapeuten/schleimhaut-diagnostik/

    [29] https://www.vitamindoctor.com/gesund-werden/verdauungdarm/chronisch-entzuendliche-darmerkrankungen-ced

    [30] https://www.b2run.de/run/de/de/news/2021/news-stressreduzierung.html

    [31] https://www.mein-allergie-portal.com/histaminintoleranz/768-histaminintoleranz-salicylateintoleranz-leaky-gut-zusammenhaenge.html

    [32] https://www.youtube.com/watch?v=GBp7wxO-NqA&ab_channel=ARDMittagsmagazin

    [33] https://www.reizdarm-sibo.de/sibo/#was_ist_sibo

    [34] https://www.mdpi.com/2073-4409/10/8/1932/htm

    [35] https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fimmu.2022.913178/full
    [36] Hunt, Alison & Glasgow, Arlene & Humphreys, & Greene, Catherine. (2020). Alpha-1 Antitrypsin—A Target for MicroRNA-Based Therapeutic Development for Cystic Fibrosis. International Journal of Molecular Sciences. 21. 836. 10.3390/ijms21030836.

    [37] Neutrophil elastase (NE) has a wide range of effects including: (1) cleavage of other proteases/antiproteases; (2) cleavage of antimicrobial peptides (AMPs); (3) cleavage of flagellin; (4) cleavage of opsonizing peptides; (5) cleavage of cell surface receptors; (6) neutrophil extracellular trap (NET) formation; (7) upregulation of pro-inflammatory cytokines; (8) upregulation of mucin genes; (9) impairing ciliary function; (10) degradation of extracellular matrix (ECM) proteins.

    [38] Drury et al; Neutrophil Extracellular Traps in Inflammatory Bowel Disease: Pathogenic Mechanisms and Clinical Translation;  VOLUME 12, ISSUE 1, P321-333, JANUARY 01, 2021; Cellular and Molecular Gastroenterology and Hepatology Vol. 12,No.1, DOI: https://doi.org/10.1016/j.jcmgh.2021.03.002

    [39] Role of Eosinophils in Intestinal Inflammation and Fibrosis in Inflammatory Bowel Disease: An Overlooked Villain? https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fimmu.2021.754413/full, Front. Immunol., 19 October 2021, https://doi.org/10.3389/fimmu.2021.754413

    [40] Salvo-Romero E, Rodiño-Janeiro BK, Albert-Bayo M, Lobo B, Santos J, Farré R, Martinez C, Vicario M. Eosinophils in the Gastrointestinal Tract: Key Contributors to Neuro-Immune Crosstalk and Potential Implications in Disorders of Brain-Gut Interaction. Cells. 2022 May 14;11(10):1644. doi: 10.3390/cells11101644. PMID: 35626681; PMCID: PMC9139532

    [41] https://www.research.manchester.ac.uk/portal/files/194688868/FULL_TEXT.PDF

    [42]https://www.researchgate.net/publication/7537944_Eosinophils_alter_colonic_epithelial_barrier_function_Role_for_major_basic_protein