Immunsystem stärken mit den richtigen Nahrungsergänzungsmitteln

 

Immunsystem stärken: Diese Nahrungsergänzungsmittel helfen

1. Warum soll man das Immunsystem stärken?

Das Immunsystem zu stärken ist nicht nur zur kalten Jahreszeit eine gute Idee. Zahlreiche Viren und Bakterien können Erkältungen, Schnupfensymptome und andere Infektionskrankheiten hervorrufen. Die geläufigsten von ihnen sind Adenoviren, Rhinoviren, Grippeviren und Herpes. Bakterien wie E. Coli und Salmonellen hingegen rufen häufig Magen-Darm-Erkrankungen hervor, welche das Immunsystem erheblich beeinträchtigen und zu Erkältungen führen können.

In gewisser Anzahl ist die Besiedelung des Körpers mit unterschiedlichen Erregern normal und kein Anlass zur Besorgnis. Diverse Faktoren können jedoch ihre Vermehrung begünstigen und so zum Ausbruch einer Infektion in verschiedenen Organsystemen führen und das Immunsystem schwächen.

Infektionen entstehen im Alltag oftmals durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen. Auch die Berührung verkeimter Flächen oder das Händeschütteln können zu einer Übertragung führen. Eine Schmierinfektion bezeichnet eine Ansteckung über den Kontakt mit erregerhaltigem Sekret, welche durch die Berührung der Augen-, Nasen- oder Mundschleimhäute Ansteckungen hervorgerufen wird. [1-7]

 

2. Wer sollte sein Immunsystem aufbauen?

Die Stärkung des Immunsystems ist nicht nur für Kinder, chronisch Erkrankte oder Menschen mit schwacher Abwehr essenziell. Krankheitserreger sind allgegenwärtig zu finden: beispielsweise draußen, im eigenen Haushalt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Durch Berührungen und Aerosole können sich Erkrankungen auch auf Personen mit widerstandsfähigem Immunsystem übertragen.

Auch ältere Menschen sollten stets gut auf ihr Immunsystem achten und es stärken. Durch die natürliche Alterung des Immunsystems lässt die Fähigkeit von Abwehrzellen im Laufe des Lebens nach, sodass ältere Menschen besonders anfällig sind. Doch prinzipiell kann jeder von einer gezielten systematischen Unterstützung durch eine optimierte Ernährung und gezielte Supplementation profitieren, um so für einen gesunden Körper zu sorgen. [1-7]

 

Entzündungen erkennen

3. Wie kann man das Immunsystem stärken?

Die Funktion des Immunsystems hängt von zahlreichen Faktoren ab. Neben ausreichend Bewegung an der frischen Luft ist eine ausgewogene Ernährung mit gesunden Lebensmitteln und ausreichend Spurenelementen wie beispielsweise Zink und Selen maßgeblich für die Gesundheit des Immunsystems. Wenn Sie regelmäßig Sport treiben ist ein Trainingseffekt, dass dadurch ihre Abwehrzellen gestärkt werden. Richtig zu essen gewährleistet eine ausreichende Versorgung.

Am gesündesten sind unverarbeitete Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Saaten und Nüsse. Im rohen Zustand enthalten diese am meisten Nährstoffe, welche durch Erhitzen teilweise zerstört werden. Sie sollten daher auf schonend zubereitetes Essen, wie gedünstete Speisen setzen. Ungesund sind hingegen in Süßigkeiten und Fertigprodukten enthaltene Zucker sowie gesättigte Fettsäuren, welche das Immunsystem belasten.

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt den Verzehr von mindestens fünf Einheiten Obst und Gemüse täglich, um einem Mangel vorzubeugen. Lebenswichtige Nährstoffe zur Stärkung von Immunzellen sind in Lebensmitteln wie Kräutern, Tee, Beeren und Kreuzblütlern enthalten. Zu Letzteren zählen etwa alle Kohlsorten.

Für einen ordnungsgemäßen Stoffwechsel und eine gesunde Darmflora sind Ballaststoffe und Aminosäuren essenziell; am besten aus der Ernährung und ergänzend, wenn notwendig, als Kapseln. Neben gesunden Lebensmitteln unterstützen sie das Darmmikrobiom, dessen gesunde Bakterien ebenfalls das Immunsystem aufbauen. [1-7]

 

4. Warum sind Mikronährstoffe wichtig für das Abwehrsystem?

    Vitamine, Mineralien und Spurenelemente tragen wesentlich zum Erhalt Ihres Immunsystems bei. Zwar sind sie kein Allheilmittel, jedoch wichtig, damit der Körper Erkältungen und Infekte erfolgreich abwehren kann.

    Auch für andere Funktionen des Körpers wie die Verdauung, die Wundheilung oder die nervliche Reizweiterleitung sind sie unverzichtbar. Eine ausreichende Versorgung mit Eisen, Zink, Vitamin C, Vitamin D und Co. trägt dazu bei, dass wir uns gesund und leistungsfähig fühlen. Anorganische Nährstoffe oder Vitalstoffe  liefern dem Organismus zwar keine Energie, werden aber für die Immunreaktion sowie einen funktionierenden Zellstoffwechsel benötigt. [1-7]

     

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    5. Welche Vitamine unterstützen das Immunsystem?

    Einige Vitamine sind besonders wichtig für das Immunsystem.

    • Vitamin D ermöglicht die Ausschüttung körpereigener Abwehrstoffe und steuert deren Aktionen im Organismus. Es wird mithilfe des Sonnenlichts, das im Winter bekanntlich knapp ist, vom Körper synthetisiert. Bei einem Defizit können Produkte aus der Apotheke oder der Drogerie helfen, den Vitamin D Speicher wieder aufzufüllen.
    • Vitamin A trägt zum Erhalt gesunder Schleimhäute bei, welche als Schutzschild gegen Keime fungieren. Es ermöglicht die normale Funktion der Immunabwehr, indem es das Eindringen von Bakterien und Viren erschwert.
    • B Vitamine erfüllen diverse Aufgaben im Körper. Speziell Vitamin B12 kann zu einem normalen Energiestoffwechsel beitragen. Zudem kann es Müdigkeit bzw. schnellere Ermüdung und Erschöpfung verhindern. Zusammen mit Vitamin B6 und Folat ist es an der normalen Funktion des Immunsystems beteiligt. Auch nach einem Infekt können Sie vermehrt Energie bereitstellen, um einen Rückfall zu verhindern.
    • Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ebenfalls sehr wichtig, um das Immunsystem zu unterstützen, indem mehr weiße Blutkörperchen und Antikörper gebildet werden. Diese werden durch Vitamin C aktiver und können im Bedarfsfall schneller reagieren. Durch ausreichend Vitamin C haben es Krankheitserreger schwer, eine Infektion auszulösen. Zudem schützt Vitamin C die Zellen vor freien Radikalen und somit oxidativem Zellstress.[1-5]

    6. Welches Spurenelement ist wichtig für das Immunsystem?

    Auch Spurenelemente sind wichtige Bausteine unseres Immunsystems.

    Zink unterstützt als wichtiges Spurenelement Prozesse im Kohlehydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel, welche dem Wachstum sowie der Regeneration von Zellen des Immunsystems dienen. Ein Defizit an Zink äußert sich durch verzögerte Wundheilung, Haarausfall und sich häufende Infekte. Bei hohem Stresslevel kann die Aufnahme von Zink beeinträchtigt sein. [1,2]

    Eisen wirkt auf vielfältige Art im Organismus. Es ist wichtig für die Bildung neuer roter Blutkörperchen und somit den Sauerstofftransport. Es ist an der Zellbildung sowie dem Energiestoffwechsel beteiligt. Wie bei Zink äußert sich ein Defizit in gestiegener Infektanfälligkeit und geschwächtem Immunsystem. Erschöpfung, Haarbruch, spröde Nägel, empfindliche Mundschleimhaut und rissige Mundwinkel sind weitere Anzeichen für ein mögliches Ungleichgewicht des Eisenhaushalts.[1,3]

    Kupfer unterstützt das Immunsystem, indem es für eine lange Lebensdauer der Zellen und vor allem weißer Blutkörperchen sorgt. Es schützt die Zellmembran vor freien Radikalen. [2]

    Selen ist Bestandteil wichtiger Proteine und Enzyme. Wie Eisen beeinflusst Selen die Aktivität der Zellen unserer Abwehr. Ein Defizit an Selen kann zu einer bedeutend schwächeren Immunantwort führen, da T-Zellen sich unzureichend ausbilden bzw. träge werden.[2,4]

    Folsäure ist an der normalen Blutbildung beteiligt. Zudem trägt es zu einem normalen Stoffwechsel sowie der Bildung von Homocystein bei. Es unterstützt die Immunfunktion und kann helfen, Müdigkeit entgegenzuwirken.[4,5]

    7. Kräuter als Hausmittel für die Abwehrkraft

    Kräuter und Heilpflanzen bieten, neben ausreichend Bewegung an der frischen Luft, zahlreiche Möglichkeiten, das Immunsystem zu stärken. Manche Pflanzen enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, auch Immunmodulatoren genannt. Sie können verschiedene Zellen des Immunsystems stimulieren, etwa natürliche Killerzellen und Makrophagen. So sind nicht immer Produkte aus der Apotheke nötig, um für eine stärkere Abwehr zu sorgen.

    Als immunologisch wirksam gilt Echinacea (Sonnenhut), welches die Fresszellen aktivieren und so das Immunsystem aufbauen kann. Die Färberhülse soll die Produktion von Antikörpern stimulieren, während Thuja als antiviral gilt. Große Mengen an Vitamin C sind beispielsweise in Sanddorn und Hagebutte enthalten. Spitzwegerich lindert Erkältungen und Hustenreiz. Die enthaltenen Phenylethanoide, Iridoidglykoside und Schleimstoffe wirken antibakteriell und entzündungshemmend.[1,7]

     

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    8. Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

    Nahrungsergänzungsmittel beinhalten Mineralstoffe und Vitamine, welche auch Teil unserer übrigen Ernährung sind – jedoch konzentriert und oftmals höher dosiert. Produkte existieren in flüssiger oder fester Form, als Kapseln, Tabletten, Pulver, Brausetabletten oder Suspensionen. Sie können aus pflanzlichen, tierischen sowie synthetischen Stoffen bestehen.

    Nahrungsergänzungspräparate für das Immunsystem, etwa wie Vitamin C oder Vitamin D als Tabletten oder Kapseln, sind rezept- bzw. verschreibungsfrei erhältlich. Mit ihnen lassen sich die gewünschten Nährstoffe unkompliziert zuführen. Sie gehören zu den wertvollsten Tipps für ein gutes Abwehrsystem.

    Sie werden in Supermärkten, Drogerien und Apotheken angeboten. Anders als Arzneien dürfen Sie keine Wirkung, bzw. gesundheitliche Aussagen oder Heilversprechen aufweisen und dürfen nicht wie Medikamente beworben werden; etwa, dass sie den Blutdruck steigern oder senken würden. Andernfalls bedürfen sie einer Zulassung als Arzneimittel.

    Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem können folgende Ingredienzen beinhalten:

    • Vitamine wie Vitamin C, Vitamin D oder E

    • Vitamin-ähnliche Inhaltsstoffe wie Q 10

    • Vorstufen von Vitaminen wie Beta Carotin

    • Spurenelemente und Mineralien wie Zink, Eisen, Calcium und Selen

    • Fettsäuren wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

    • Bestandteile von Proteinen wie Aminosäuren (L-Carnitin wird z.B. aus Aminosäuren gebildet)

    • Kohlenhydrate wie Oligofruktose

    • andere Stoffe wie probiotische Kulturen

    Nahrungsergänzungspräparate müssen als solche erkennbar sein und diese Angaben enthalten:

    • Dosis / Menge der Inhaltsstoffe

    • Empfohlenen Tagesbedarf

    • Hinweis, dass sie keinen Ersatz für Lebensmittel darstellen

    • Mindesthaltberkeitsdatum

    • Warnhinweis über die Aufbewahrung außerhalb der Reichweite von Kindern[4, 6-9]

     

    9. Kann man Nahrungsergänzungsmittel überdosieren?

    Anders als bei der natürlichen Ernährung können Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem zu einer Überdosierung führen (Apotheken-Umschau). Diese Gefahr besteht vor allem bei fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin A, D, E und K. Ernste gesundheitliche Probleme könnten sogar die Folge sein.

    • Hört man auf das Robert Koch Institut, kann zu viel Vitamin D toxisch wirken und zu einem überhöhten Kalziumspiegel führen. Die Folge können Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Gefäßverkalkungen, Herzrhythmusstörungen und Nierensteine bis hin zu dauerhaften Nierenschäden sein.[10]
    • Zu viel Vitamin A verringert die Knochendichte und kann die Entwicklung ungeborener Kinder schädigen. Laut Apothekenumschau kann bei Frauen nach der Menopause das Risiko für Osteoporose und Hüftfrakturen steigen. Eine langfristige Überdosierung von Vitamin A kann sich auch in Haarausfall, trockener Haut oder Kopfschmerzen zeigen, bis hin zu möglichen Leberschäden. Eine Überdosis von Beta Carotin, der Vorstufe von Vitamin A ist hingegen ohne große Folgen.
    • Zu viel Vitamin E kann zu einer verstärkten Blutungsneigung führen.

    Bei wasserlöslichen Vitaminen ist eine Überdosierung aufgrund der Ausscheidung über die Nieren eher unwahrscheinlich. Bei der Einnahme eines Mittels sollten Sie die empfohlene Dosis einhalten und der Konsum sollte nur aufgrund eines festgestellten Mangels erfolgen.

    Zu Beginn der Covid-Pandemie verkauften Apotheken rund 94 % mehr Vitamin C Präparate als im Vorjahreszeitraum. Der Vorsitzende der deutschen Verbraucherzentralen Klaus Müller warnte 2021, dass etwa ein Drittel der Menschen diese einnehmen, ohne an einem Mangel zu leiden.

    • Vitamin B3 kann in zu hoher Dosis zu niedrigem Blutdruck, Hautreizungen, Durchfall, Leberschäden und Kopfschmerzen führen.
    • Eine Überdosis Vitamin B6 kann Nervenstörungen mit Gangunsicherheit verursachen. [11,12,13]

     

    10. Wie wird die Qualität von Nahrungsergänzungsmitteln geprüft?

    Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem werden vom Gesetzgeber nicht zu Arzneien, sondern zu Lebensmitteln gezählt. Sie dürfen daher keine pharmazeutisch wirksamen Stoffe enthalten, welche Körperfunktionen auf besondere Art beeinflussen. Ihre Funktion ist präventiv, um künftige Beschwerden zu verhindern oder abzumildern. Dies geschieht einzig durch die Zufuhr wichtiger Nährstoffe. Diese unterliegen hinsichtlich der Qualität anderen Bestimmungen als pflanzliche oder chemische Medikamente.

    Die Sicherheit von Nahrungsergänzungspräparaten obliegt den Vertreibern und Herstellern, welche die Produkte beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) melden müssen. Die Ämter führen stichprobenartige Kontrollen der auf dem Etikett angegebenen Stoffe durch. Die Qualitätssicherung ist also weniger streng als bei Arzneien.[14]

     

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    11. Was ist wichtig beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln?

    Beim Erwerb von Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie ausschließlich auf seriöse Anbieter aus dem Inland setzen. Bestellen Sie entsprechende Produkte im Netz, besteht das Risiko, dass diese nicht die Kriterien des deutschen Lebensmittelrechts erfüllen. Zudem sind in manchen Ländern keine Höchstgrenzen für die Inhaltsstoffe der Produkte vorgeschrieben, sodass die Mittel hierzulande unter die Gesetzgebung für Medikamente fallen würden.

    Da Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem nicht mit der Prävention von Erkrankungen sowie deren Linderung oder Beseitigung beworben werden dürfen, umschreiben die Hersteller die entsprechenden Anwendungsgebiete meist sehr allgemein und schwammig; zum Beispiel „unterstützt eine gesunde Gelenkfunktion“ oder „fördert die Abwehrkräfte“. Wichtig ist hier, dass es sich dabei um nicht erwiesene Behauptungen handeln kann, die wenig über den gesundheitlichen Nutzen des Produkts aussagen.[14] 

     

    12. Braucht man Nahrungsergänzungsmittel um gesund zu bleiben?

    Die schulmedizinische Meinung vertritt weitgehend den Standpunkt, dass der Körper im Rahmen einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung in der Regel bestens versorgt wird. In diesem Fall hätte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln keinen Mehrwert, wäre also überflüssig. Nur unter bestimmten Bedingungen kann es sinnvoll sein, den Körper durch die Einnahme geeigneter Produkte vorübergehend oder dauerhaft unterstützen, um einem Defizit entgegenzuwirken.[1,2,3,10,11]

    So sollten Vegetarier und Veganer ihre B12 Zufuhr gut monitorieren und gegebenenfalls supplementieren. Ein weiteres Beispiel wäre, dass in den dunklen Wintermonaten, speziell für ältere Menschen, Vitamin D von Hausärzten empfohlen wird.

     

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    13. Kann ein Nahrungsergänzungsmittel schädlich sein?

    Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln sind nicht dazu verpflichtet, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit nachzuweisen. Daher sind nachteilige Wirkungen auf das Immunsystem oder die Leber nicht kategorisch auszuschließen. Zwar sind Toxine nicht erlaubt, doch auch Vitamine und pflanzliche Bestandteile können sich bei Überdosierung schädlich auswirken, oder in Form von Allergien.

    Studien legen zudem nahe, dass Nahrungsergänzungspräparate mit Beta-Carotin, Vitamin C, A und E, über längere Zeit sowie in hoher Dosis eingenommen, das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöhen können. Auch Wechselwirkungen der Produkte mit manchen Medikamenten können nicht ausgeschlossen werden, weswegen Sie bei regelmäßiger Einnahme von Arzneien Rücksprache mit Ihrem Arzt halten sollten, bevor Sie entscheiden, solche Präparate einzunehmen.[10-14] 

     

    14. Wie lange sollte man Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

    Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel infolge eines festgestellten Defizits ein, sollten Sie das Produkt so lange beibehalten, bis dieser behoben ist. Danach kann die Vorbeugung eines Defizits über die übliche Ernährung erfolgen. Manchmal ist auch die langfristige Einnahme eines Präparats notwendig; dann allerdings in üblicherweise niedrigerer Dosis, als zur Behandlung des Defizits.

    Bei Gewissheit über dauerhafte Defizite trotz ausreichender Ernährung (etwa bei Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C, Vitamin D Präparaten oder Vitamin B12) können Sie, nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten, auch langfristig eine entsprechend hohe Dosis einnehmen. Die Einnahme von Probiotika ist als Kur vorgesehen, die von 7 Tagen bis zu sechs Wochen reichen kann. Es empfiehlt sich eine Einnahmepause, um die Entwicklung einer Gewohnheit zu vermeiden. Zudem können Sie so prüfen, ob Ihr Körper in der Zwischenzeit auch ohne die Nahrungsergänzung auskommt.[15]

    Es gibt auch sehr gute Labortests, mit denen ein Defizit oder ein Mangel identifiziert werden kann. Diese Vorgehensweise gibt natürlich Sicherheit.

     

    15. Wie lange dauert es, bis Nahrungsergänzungsmittel wirken?

    Bis Nahrungsergänzungsmittel auf das Immunsystem wirken, kann es – je nach Ausprägung des Mangels – wenige Tage bis hin zu mehreren Monaten dauern. Anders als Arzneimittel versprechen diese Präparate jedoch keine kurzfristigen Ergebnisse und es benötigt Geduld, bis Nährstoffe in ausreichender Menge aufgenommen wurden sowie Symptome manifest lindern.

    Tipps: Ein gutes Zeichen könnte sein, wenn Sie die Einnahme um eine gewohnte Uhrzeit nach längerer Zeit einfach „vergessen“ sollten. Dies könnte daraufhindeuten, dass Sie sich nicht mehr beeinträchtigt fühlen und die zeit gekommen scheint, sich mit Ihrem Therapeuten zu beraten, ob das Defizit im Körper noch besteht. Dennoch sollten Sie – etwa anhand eines Labortests – sicherstellen, dass die Unterstützung weiterhin gegeben ist. Insbesondere bei länger andauernden Beschwerden braucht es Zeit, bis die Speicher wieder aufgefüllt sind.[15]

     

    16. Wie kann ich einen Mangel an Mikronährstoffen feststellen?

    Ein Mangel schleicht sich ein und weist zunächst eher unspezifische Symptome auf. Zu diesen gehören beispielsweise erhöhte Infektanfälligkeit, brüchige Nägel, blasser Hautton und Müdigkeit. An welchen Nährstoffen es fehlt, kann nur durch einen speziellen Bluttest  entschieden werden – ein Blutbild reicht hierfür nicht aus.

    Eisenmangel kann sich durch Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Blässe, Kopfschmerzen, Schwindel sowie brüchige Haare und Nägel äußern.

    Magnesium-Defizit kann sich in Wadenkrämpfen, depressiven Verstimmungen mit kurzer Zündschnur, Schwindel, Schlafstörungen und Nervosität äußern.

    • Ein Mangel an Folsäure kann sich in Taubheit oder Kribbeln in den Extremitäten, depressiver Verstimmung, allgemeiner Schwäche und Durchfall äußern.

    • Ein Mangel an Vitamin D3 zeigt sich häufig durch Knochenschmerzen und Muskelschwäche.

    • Ein Mangel an Vitamin B12 äußert sich oft in Konzentrationsstörungen, Schwäche, Abgeschlagenheit, veränderten Schleimhäuten, Kribbeln oder Taubheit in den Gliedmaßen, Gangunsicherheit und Desorientiertheit.[15]

     

    17. Wie kann ich testen ob ich wirklich einen Mangel an Mikronährstoffen habe?

    Personalisierte Ansätze:

    Testen Sie Ihren Nährstoffstatus mit einem Labortest auf zellulärer Ebene! Denn der Nährstoffgebrauch ist individuell verschieden. Der Stoffwechsel findet in den Zellen statt und diese benötigen Nährstoffe, um stoffwechselaktiv zu sein. Auch spiegeln die Nährstoffspeicher in den Zellen den langfristigen Ernährungszustand wider und haben den größten funktionellen Einfluss.

     

    Mikronährstoffanalysen Info (PDF im neuen Fenster) →

    Daher empfehlen wir, den Nährstoffstatus mit einem Labortest auf zellulärer Ebene zu prüfen, so dass der tatsächliche Bedarf einer Person als Kontrollreferenz herangezogen wird (z.B. die zellulären Mikronährstoffanalysen von Cell Science Systems). Sogenannte „Serumtests“ richten sich bespielsweise nach dem Bevölkerungsdurchschnitt. Hier sind einige Beispiele von Personen und Lebensumständen, die aber durch das Durchschnittsraster fallen können:

    • Frauen – Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Stillzeit, Perimenopause, Menopause u.a.
    • Kinder
    • Sporternährung, Situationen, die langzeitlich herausfordernd sind und Stress erzeugen
    • Vor und nach chirurgischen Eingriffen
    • Gewichtsmanagement, Adipositas
    • Burnout, Müdigkeit, Depression, Stimmungsschwankungen, geringe Vitalität
    • Chronische Erkrankungen und/oder metabolisches Syndrom (erhöhter Blutdruck und Blutzucker, überschüssiges Körperfett, abnormale Cholesterinwerte)
    • Einige genetische Vorbelastungen, z.B. eine genetische Entgiftungsstörung (Methylierungsstörung)

    Auch das Vorhandensein von Mikroentzündungen oder einer schlechten Darmgesundheit kann sich individuell auf den Mikronährstoffgebrauch auswirken. Eine Studie aus 2020 legt nahe, dass eine hohe Nahrungsmittelunverträglichkeit (auf zellulärer Ebene ermittelt mit dem Alcat Test) mit einem höheren Nährstoffmangel, einer stärkeren oxidativen Stressreaktion und einer niedrigeren Resistenz gegen oxidativen Stress verbunden ist. [16]

    Englische Version des Artikels: The Best Supplements for Boosting Your Immune System

     

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    Literaturverzeichnis
    [1] Biesalski. Vitamine, Spurenelemente und Minerale. Indikation, Diagnostik, Therapie. 2. Auflage. 2019

    [2] Literatur: Biesalski, Grimm; Taschenatlas Ernährung; 8. Auflage; 2020

    [3] Elmadfa, Leitzmann; Ernährung des Menschen;  6. Auflage, 2019

    [4] Burgerstein; Handbuch Nährstoffe; 12. Auflage, 2012
    [5] https://www.dw.com/de/diese-mikron%C3%A4hrstoffe-braucht-das-immunsystem/a-53357833
    [6] https://www.eunova.de/gesunde-ernaehrung/vitamine-fuer-immunsystem
    [7] https://anona.de/gesundheit/wichtige-spurenelemente-winter-herbst/
    [8] https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/vitamine/das-immunsystem-staerken-mit-diesen-vitaminen-und-spurenelementen/
    [9] https://www.gesundheitsinformation.de/was-sind-nahrungsergaenzungsmittel.html
    [10] https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Vitamin_D/FAQ11.html#:~:text=Bei%20einer%20%C3%BCberm%C3%A4%C3%9Fig%20hohen%20Einnahme,Bewusstlosigkeit%20und%20Tod%20f%C3%BChren%20k%C3%B6nnen

    [11] https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/vitamine/warum-vitamine-mehr-schaden-als-nutzen-koennen/#:~:text=%C3%9Cber%20die%20nat%C3%BCrliche%20Ern%C3%A4hrung%20ist,hat%20wom%C3%B6glich%20ernsthafte%20gesundheitliche%20Folgen
    [12] https://www.apotheken-umschau.de/gesund-bleiben/ernaehrung/ist-ein-uebermass-an-vitaminen-schaedlich-716969.html

    [13] https://www.bfr.bund.de/cm/343/die-einnahme-von-nicotinsaeure-in-ueberhoehter-dosierung-kann-die-gesundheit-schaedigen.pdf

    [14] https://www.lebensmittelverband.de/de/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/nem-gesetzliche-regelungen

    [15] https://utopia.de/ratgeber/naehrstoffmangel-woran-du-ihn-erkennst-und-was-du-dagegen-tun-kannst/

    [16] Steele I, Allright D, Deutsch R; A randomized observational analysis examining the correlation between patients’ food sensitivities, micronutrient deficiencies, oxidative stress response and immune redox status. Functional Foods in Health and Disease. 2020; 10(3): 127- 138. DOI: https:/doi.org/10.31989/ffhd.v10i3.695